Das Münchner-Modell des Wissensmanagements

Kern des Münchner Modells ist die ganzheitliche Betrachtung der Gestaltungsdimensionen Technik, Organisation und Mensch (TOM) für die erfolgreiche Einführung von Wissensmanagement.
Dahinter steht die Überzeugung, dass Wissensmanagement im Unternehmen nicht durch eine vereinzelte Aktion oder die Betrachtung einer einzigen Dimension umgesetzt werden kann. So ist der Aufbau einer Wissensdatenbank ebenso wenig ein Garant für ein funktionierendes Wissensmanagement, wie der Einsatz von einer Wissenslandkarte. Zudem spielt im Wissensmanagement auch immer die menschliche Komponente eine erhebliche Rolle, da nur durch das notwendige Vertrauen – mithin also die Unternehmenskultur – ein nachhaltiger Wissensfluss entstehen kann.

Münchner Modell

Technik
Technologische Aspekte wie Infrastrukturen für Kommunikation und Informationsverwaltung müssen zur Verfügung gestellt und benutzerfreundlich gestaltet sein. Dazu zählt nicht allein der Aufbau einer neuen Datenbank, sondern die Unterstützung durch ein ganzheitliches System, das vorhandene Informationen und Daten bestmöglich zur Verfügung stellt.

Organisation
In der Unternehmenskultur sollten Rahmenbedingungen verankert werden, die wissensbasiertes Handeln unterstützen. Anreizsysteme, die das Weitergeben und das Benutzen von Wissen fördern, bilden dabei einen Teilaspekt. Wird Wissen als relevantes Unternehmensziel anerkannt und die Weitergabe von Wissen gefördert, kann die Wissensweitergabe sowie technologische Komponenten in bestehende Unternehmensprozesse und Abläufe eingebunden werden. Und dem Faktor Wissen im Unternehmen die angemessene Bedeutung beigemessen werden, um von den Organisationsmitgliedern auch bereitwillig gepflegt zu werden.

Mensch
Die Organisationsmitglieder als Träger von relevanten Wissens müssen in ihrem Streben nach Wissen, dem Weiterentwickeln ihrer Fähigkeiten und dem weitergeben von Wissen unterstützt werden. Die Bereitschaft und Fähigkeit der Organisationsmitglieder, Technologien zu nutzen, ist unabdingbare Voraussetzung in Bezug zur technischen Komponente.

Quelle:
vgl. Bullinger/Wörner/Prieto 1998

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