Zahlen, die Mut machen: Warum Wissensmanagement jetzt strategisch werden sollte

Für ein Kundenprojekt habe ich mich in den letzten Wochen intensiv mit Zahlen beschäftigt und recherchiert.

Auch wenn ich eigentlich kein großer Freund von Zahlen im Zusammenhang mit Wissen bin – weil dieses immer individuell und kaum vergleichbar sind – schätze ich sie doch an der einen oder anderen Stelle:

Sie untermauern unsere Intuition und liefern die Argumente, warum Wissensmanagement in Organisationen auch strategisch beachtet werden sollte.

Wir alle spüren im Alltag, wie entscheidend Wissen für gute Zusammenarbeit und die Zukunftsfähigkeit von Organisationen ist. Doch erst Zahlen verleihen diesem Gefühl das nötige Gewicht – in Vorstandsrunden, Budgetgesprächen oder Strategieprozessen. Sie machen sichtbar, was sonst unsichtbar bleibt, und verwandeln eine Ahnung oder ein Bauchgefühl in eine greifbare Grundlage für Entscheidungen.

Was die Zahlen zeigen

Rund 19 % der 65- bis 69-Jährigen in Deutschland sind heute noch berufstätig – Tendenz steigend (Statistisches Bundesamt).

Bei den 60- bis 64-Jährigen liegt die Beschäftigungsquote bei 63 % – vor zehn Jahren waren es noch 47 % (OECD).

Bis 2036 gehen 12,9 Millionen Babyboomer in Deutschland in Rente (Bundesagentur für Arbeit).

Schon heute fehlen laut IAB rund 1,8 Millionen Fachkräfte (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung).

Gallup zeigt: Unternehmen verlieren durch mangelnde Mitarbeiterbindung jedes Jahr Milliarden (Gallup Engagement Index).

Ich sehe diese Zahlen nicht als Bedrohung, sondern als einen Weckruf: Sie zeigen, wo Organisationen gezielt ansetzen können, um Wissen zu sichern.

Offboarding und Wissenssicherung: Noch viel PotenzialWo noch viel Potenzial liegt

Mich hat interessiert, wie Unternehmen aktuell mit dem Thema Offboarding und Wissenssicherung umgehen.
Denn wir alle wissen: Der Austritt von Mitarbeitenden ist nicht nur ein administrativer Prozess – hier entscheidet sich, ob wertvolles Wissen bleibt oder verloren geht.

Darum habe ich eine LinkedIn-Umfrage gestartet und die Community gefragt, ob es in ihren Organisationen bereits einen klaren Prozess zur Wissenssicherung gibt.

Das Ergebnis zeigt deutlich: Hier steckt noch viel Potenzial.

  • Ja, wir haben einen Prozess: 3 %
  • Teilweise, noch ausbaufähig: 64 %
  • Nein, bisher kein Prozess: 29 %
  • Aktuell nicht relevant: 4 %

93 % der Unternehmen haben (noch) keinen verlässlichen Ansatz, um Wissen beim Offboarding systematisch zu sichern.

Was es wert ist, Wissen zu sichern

Der Verlust von Wissen wird oft unterschätzt – weil er sich nicht sofort in einer Bilanz zeigt. Doch in Zahlen übersetzt, wird das Ausmaß sichtbar:

Ein einfaches Rechenbeispiel:

  • Jahresgehalt eines erfahrenen Mitarbeitenden: 90.000 €
  • Wert seines Erfahrungswissens: konservativ geschätzt das 2- bis 3-Fache des Jahresgehalts
  • Verlust pro Person: 180.000 bis 270.000 €

Schon bei 100 Abgängen entspricht das bis zu 27 Millionen Euro an verlorenem Wissen. Und hier sind immaterielle Werte wie Netzwerke, Kundenbeziehungen oder eingespielte Abläufe noch gar nicht eingerechnet.

Wissensverlust kostet Milliarden – Wissenssicherung spart Milliarden.

Wissensmanagement ist Zukunftsmanagement

Diese Zahlen sollen nicht schrecken, sondern Klarheit schaffen: Organisationen, die heute anfangen, Wissen systematisch zu sichern, investieren in Resilienz, Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit.

Wissen ist Kapital – und wir entscheiden, ob es verloren geht oder zur Zukunftsgestaltung beiträgt.

Du möchtest dich dem Thema weiter annähern?
Dann könnten diese Frage ein guter Ausgangspunkt für deine Reflexion sein:
Wenn du die Hochrechnungen auf dein Unternehmen überträgst: Wie viele Jahre an Erfahrung und Know-how würden bei euch verloren gehen?

Wissen teilen lohnt sich …

Es ist zwei Jahre her, da habe ich beschlossen, über das Thema Wissensteilungskultur ein Buch zu schreiben.

Ich wollte ein positives Bild aufzeigen, unter welchen Rahmenbedingungen der Wissenstransfer in Organisationen gelingen kann.

Herausgekommen ist ein illustrierter Leitfaden in Form eines ABCs der inspirieren, Raum für neue Ideen und Impulse geben soll und gleichzeitig eine Aufforderung zum Gestalten ist.

Als mich Heike Dreißigacker vor zwei Wochen angesprochen hat, ob sie ihr Visual Memo zu meinem Buch teilen darf, war ich gerührt und im ersten Moment sprachlos.

Wie großartig und welch unglaubliche Wertschätzung für meine Arbeit und Gedanken.

Heike Dreißigacker hat eine Zusammenfassung meines Buches auf einen Blick gezaubert, die mein Herz höherschlagen lässt.

Ich hätte es nicht besser aus den Punkt bringen können.

Seht selbst was sie wunderbares gezaubert hat.

 

Zitat einer Wissensempfängerin

Heute habe ich ein tolles Feedback einer Wissensempfängering erhalten die ich bei der Einarbeitung und einem Wissenstransfer begleitet habe.


„Aufgrund der strukturierten Vorgehensweise konnte ein interessanter Überblick über das Aufgabengebiet erstellt werden. Durch das schriftliche Festhalten von wichtigen Themen und Aufgaben sowie durch fest vereinbarte Termine konnten die verschiedenen Punkte dann in der knappen Zeit sinnvoll übergeben werden. Die Begleitung und Moderation durch Frau Block war hier sehr hilfreich.“

Brigitte Huber, Versicherungskammer Bayern

 

Gleichzeitig möchten ich mich in diesem Zusammenhang auch bei Susanne Heinz bedanken, die mich in diesem Fall an die Versicherungkammer weiter empfohlen hat und so eine tolle Zusammenarbeit entstanden ist.

Die Stellschrauben einer Wissensteilungskultur sind: Kommunikation, Zeit, Freiräume, Führung, Kompetenz, Vertrauen und Sinn

Workshop – Wie eine Wissensteilungkultur etablieren?

Wissensteilungskultur

Bei meinem diesjähringen Workshop zum Thema „Die Stellschrauben einer Wissensteilungskultur“ ging es darum die Teilnehmer für die 7 Stellschrauben zu sensibilisieren und erste individuelle Ansatzpunkte für Ihre Situtation im Unternehmen zu entwickeln.

Um so mehr freut mich das positive Feedback eines der Teilnehmer!

„Frau Block hat es geschafft uns nicht nur mit ihrer kreativen Arbeitsweise für die Stellschrauben einer Wissensteilungskultur zu sensibilisieren, sondern auch gleich mit uns konkrete Ansatzpunkte zu erarbeitet um nach dem Workshop erste Maßnahmen selbst durchführen zu können. Mit solchen konkreten Anknüpfungspunkten für mich selbst und unsere Situation im Unternehmen hatte ich nicht gerechnet.“

Teilnehmer, Offener Workshop „Die Stellschrauben einer Wissensteilungskultur“

Kundenfeedback Wissensmanagement Kristin Block

Kunden-Feedback zur Erstellung einer Wissenslandkarte

 

Heute erreicht mich ein Feedback einer Mitarbeiterin meines Kunden TÜV SÜD, über das ich  mich sehr freue!

„Frau Block hat uns exzellent bei der Erstellung unserer Wissenslandkarte beraten. Die Zusammenarbeit war sehr angenehm und professionell, die Tipps sehr hilfreich und praxisnah. Last but not least hat es sehr viel Spaß gemacht.“

Frau Begemann, TÜV SÜD Industrie Service GmbH

Teilnehmer Feedback zum Inhouse Workshop

Es ist immer schön zu sehen, wenn am Ende des Workshops konkrete Maßnehmen enstanden sind.

„Das Thema Wissensmanagement war für uns nicht ganz neu, doch wussten wir nicht so ganz an welchen Stellen wir im Unternehmen damit starten sollen und welchen Mehrwert es dem Unternehmen und unseren Mitarbeiter bringt. Frau Block hat uns mit Ihrem Workshop eine gute und solide Orientierungs- und Entscheidungshilfe aufgezeigt die wir in Form von zwei kleinen Pilotprojekten an zwei wichtigen Stellen in unserem Unternehmen angehen wollen.“

Teilnehmer, Inhouse Workshop „Wissensmanagement in Unternehmen einführen“

Beim Wissenstransfer-Seminar in Freiburg

Vor zwei Wochen ging es nach Freiburg, um Mitarbeiter fit für den täglichen Wissenstransfer zu machen. In zwei Tagen haben wir die Teilnehmer darin geschult, ihr Wissen zielgerichtet und professionell an Kollegen und ihre Teams weiter zu geben. Die besondere Herausforderung dabei war, den Wissenstransfer so zu gestalten, dass dieser sich in den jeweiligen Arbeitsalltag der Teilnehmer leicht integrieren lässt.
Dazu gab’s von unserer Seite viel Input aber ebenso viel Gelegenheit, das vermittelte Wissen zu internalisieren und in Form von Übungen gleich in den eigenen Anwendungskontext zu bringen.

Und natürlich freuen wir uns auch über das positive Feedback der Teilnehmer, die wir hier kurz für uns sprechen lassen:

„Frau Block ist am 2. Seminartag individuell auf Themen eingegangen, die die Teilnehmer am Ende des ersten Seminartag als Wunsch geäußert haben. Über so viel Flexibilität war ich überrascht aber auch erfreut, da sie uns und unsere Wünsche erstgenommen hat.“

„PowerPoint ist echt out!! Super gemacht mit Flipcharts etc.“

„Außergewöhnliche Visualisierung mit gutem Merk-Effekt.“

Feedback aus dem Seminar „Wissens erfolgreich managen“

Heute lassen wir ein paar unserer Teilnehmer aus unserem letzten „Wissen erfolgreich weitergeben“ Seminar mit einigen Stimmen zu Wort kommen:

„Super gut! Kann ich nur empfehlen.“

„Tolles Seminar, hilfreich, inhaltsreich, viele verschiedene Moderationsmethoden, guten Überblick über das Gesamtthema, sehr anschauliche Seminar-„Dramaturgie“ sehr gut und liebevoll vorbereitet.“

„Erlebenswert!“

Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer die uns sehr inspiriert haben!

Kunden-Feedback zu einem Beratungsprojekt

„Kristin Block hat uns mit einer soliden, ausführlichen und detaillierten Analyse unserer Problemstellung überzeugt. Dabei schätzen wir insbesondere ihre Offenheit für unbequeme, schwierige und sensible Themen. Ihre kreative Herangehensweise hat für uns neue Perspektiven eröffnet und uns für die Wichtigkeit, dass Wissen in unserer Organisation fließen muss, sensibilisiert. Der ausgearbeitete und vorgeschlagene Maßnahmenkatalog ist praxisorientiert und bietet für uns eine gute Basis, wichtige und notwendige Maßnahmen selbst umzusetzen.“

Klaus Schlicht – Geschäftsführung, elobau GmbH